Woher bekomme ich Chili Samen und welche sind gut?

Chili Samen sind ein großes Thema für sich. Wer sich noch nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt hat, fragt sich zunächst meist woher Samen zu bekommen sind. Wenn diese Frage beantwortet ist, dann geht es erst so richtig los, denn welche Samen sind gut? Welche Chilis möchte ich anbauen und woher weiß ich, was ich kaufen soll? In diesem Artikel versuche ich euch ein paar grundlegende erste Schritte an die Hand zu geben, sodass ihr möglichst reibungslos in die Chili-Zucht starten könnt.+

Möchtest du noch heute loslegen? Dann bleibt dir nur der Baumarkt übrig. Dort findest du i.d.R. nur eine begrenzte Auswahl an Sorten. Wenn dir diese zusagen, dann kann ich nur dazu raten direkt zu kaufen und loszulegen. Wie du das am besten machst, habe ich dir in einer ausführlicheren Anleitung hier zusammengeschrieben.

Züchter mit hohem Fachwissen tauschen Samen oder kaufen auf diversen Marktplätzen im Internet. Hiervor nehme ich zunächst Abstand, da dieser Artikel sich an Anfänger und Fortgeschrittene richtet. Das schöne an Chili Samen: Viel falsch machen kannst du nicht. Egal woher du deine Samen beziehst, WO und WIE du diese züchtest hat i.d.R. den größten Einfluss auf das Ergebnis. Ich habe in den letzten Jahren immer Mal wieder im Internet Samen bestellt und unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Im Folgenden habe ich dir ein Paar der guten Erfahrungen zusammengestellt. Diese sind einfach zu bekommen, da sie über Amazon angeboten werden. Wenn du gute Erfahrungen mit bestimmten Samen oder Samenpaketen gemacht hast, schreibe gerne einen Kommentar. Vielleicht kommen wir nächste Saison dazu diese zu testen.

"Own Grown"- 8 Sorten

Das 8-sortige Set von "Own Grown" hat mir auf Grund seiner Vielfalt gut gefallen. Es wird nicht nur visuell bunt, sondern auch geschmacklich.

Mit der Carolina Reaper, der schärfsten Chili der Welt, wirst du auch eine Herausforderung haben. Diese ist nicht ganz so einfach anzubauen, aber wenn du dir Mühe gibst und die Sonne dir wohlgesonnen ist, wird auch das funktionieren.

Die verschiedenen Sorten waren einzeln verpackt und liebevoll beschriftet, sodass auch keine Fragen offen bleiben. Durch die Bank hatte ich bei ca. 80-95% der Samen Glück und der Keimtest war erfolgreich.

ca. 10€

Zum Produkt: *OwnGrown 8-er Set*

"Melon-Tree"- 12 Sorten

Das 12-sortige Set von "Melon-Tree" ist ziemlich bunt gemischt.

Hervorzuheben ist, dass die Auswahl ein paar sehr milde Sorten umfasst. Sweet Banana, Piquillo und Anaheim können auch gut pur gegessen werden.

Ich habe bisher nur 5 Sorten dieses Sets getestet, diese haben jedoch einwandfrei gekeimt, sind gut gewachsen und der Ertrag war zufriedenstellend bis sehr gut.

Die weiße Habanero habe ich noch nicht gezogen, ist jedoch ein Highlight und ich würde mich freuen, wenn ein Bild davon in den Kommentaren landen würde.

ca. 14€

Zum Produkt: *Melon-Tree 10-er Set*

Chili Hot-Sauce selber machen

Zutaten

  • 750g Chilis*
  • 6 Zehen Knoblauch
  • 250ml Weißweinessig
  • 4 TL Salz
  • Gewürze nach belieben
  • Gefäße zum einfüllen

*Die richtige Chili-Auswahl:

Habaneros haben einen tollen Geschmack. Eine scharfe Soße aus Habaneros ist jedoch extrem scharf und kann somit nicht immer großzügig verwendet werden.

Ich tendiere daher meist zu einer Mischung. Eine Mischung aus Habaneros und Jalapeños ist ein guter Anfang.

Vorbereitung

Zum verschenken finde ich diese optimal: *https://amzn.to/3DnA8rK*

Egal ob Einmachglas oder hübsche Geschenkfläschchen, ich versuche nichts dem Zufall zu überlassen und koche sowohl Gefäße als auch Deckel aus, sodass keine Verunreinigungen die Chili Sauce beeinträchtigen können. Im Zweifel besteht Schimmelgefahr.

Ich rate zu Gefäßen mit einer breiten Öffnung. Oft genug habe ich Chili Sauce in hübschen Fläschchen abgefüllt nur um zu merken, dass das Abfüllen zur reinsten Qual wird. Auch ist es nicht einfach, dickflüssige Chili Sauce aus kleinen Öffnungen zu bekommen.

 

Chilis waschen

Waschen... auch wenn die Chilis sauber aussehen gehört das zum guten Ton in jeder Küche. Das was verarbeitet wird, wird auch ordentlich sauber gemacht.

Chilis schneiden

Die Chilis, egal ob Habanero oder Jalapeno haben einen Strunk und manchmal auch verhärtete Enden.

Entferne den Strunk mit einem Messer. Diese kannst du entsorgen.

Insbesondere wenn du mit Habaneros hantierst, rate ich zu Handschuhen. Ansonsten kann auch noch am nächsten Tag der Griff ans Auge weh tun...

Die Kerne musst du nicht entfernen. Diese kochen wir mit.

Chilis kochen

Nehme einen möglichst großen Topf, das erleichtert dir das Pürieren später.

Schneide den Knoblauch klein und brate ihn auf mittlerer Hitze langsam an. Das machst du am besten in Butter oder etwas Öl. Optional kannst du auch Zwiebeln mit anbraten...

Gebe die Chilis hinzu und etwa so viel Wasser, dass die Chilis fast vollständig bedeckt sind und erhöhe die Temperatur.

Die Chilis sollten im Wasser kochen und nach ca. 30-40min. sehr weich sein. Achte darauf, dass das Wasser nicht vollständig verdampft.

 

 

 

Chili-Sauce pürieren

Ich würze gerne mit Zitronengraß. z.B. *https://amzn.to/3VXsf3M*

Püriere die Chilis gründlich und gebe den Essig und das Salz  hinzu. Koche für weitere 10min aber mindestens, bis die Masse etwas dickflüssig ist.

Füge nach Belieben weitere Gewürze hinzu. Von A wie Anis bis Z wie Zimt bist du dein eigener Herr. Ich nehme gerne etwas Zitronengras.

 

 

 

Chili-Sauce abfüllen

Während die Sauce noch köchelt, stellst du die Gefäße bereit. Achte darauf eine Unterlage darunter zu stellen, zumindest ich habe es bisher nicht geschafft die Küche vollständig sauber zu hinterlassen.

Fülle die Gefäße mit der heißen Chili-Sauce und verschließe diese umgehend.

Nun kannst du die Gefäße abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen. Wie alle Lebensmittel hält auch Chili-Sauce gekühlt länger.

Wie lange hält Chili-Sauce?

Nun, auch hier ist die einfachste Antwort: "Es kommt drauf an..."

Ist sie geöffnet, hält sie weniger lang, als wenn sie noch geschlossen ist. Ist sie ein Mal offen, kommt es auf die Inhaltsstoffe sowie etwaige Verunreinigungen an.

Eine sehr scharfe Chili-Sauce hält tendenziell länger als eine milde. Chili-Saucen mit einem hohen pH-Wert halten ebenso besonders lang. Bei fertige Saucen mit diverse Inhaltsstoffen ist das schwer zu sagen.

Bei mir haben besonders scharfe Soßen auch schon >1 Jahr gehalten. Hast du bedenken oder hat sich der Geruch verändert, würde ich die Sauce sofort entsorgen. Gehe bei Lebensmitteln lieber auf Nummer Sicher.

Chili Sin Carne Rezept (vegan)

Ein Chili con Carne kennt jeder. Auch gibt es dafür Rezepte wie Sand am Meer und unsere wäre eines unter vielen.

Damit ihr ein tolles Essen zubereiten könnt, bei dem weniger der Geschmack des Fleisches, als der der Chili im Vordergrund steht, haben wir ein tolles Rezept von mitbauchgefuehl.at für euch.

Unser Tipp: Frische Chili Schoten von Anfang an mit dazugeben und wer sich die Mühe machen möchte:

  • 1 kleinen Topf mit der doppelten Menge Chili
  • 1 großen Topf mit der normalen Menge

So kann hinterher jeder selbst den gewünschten Schärfegrad zusammenstellen und auch die Feuerteufel kommen nicht zu kurz.

Wann/ Wie oft Chili gießen?

Nun, es hängt davon ab, wie groß deine Pflanzen sind, wo sie stehen, bzw. worin sie gepflanzt sind. Grundsätzlich kann man sagen, dass Chilies in großen Töpfen seltener gegossen werden müssen (dafür etwas mehr Wasser je Gießvorgang).

 

Alle 1-2 Tage gießen.

Erde nur leicht feucht halten.

Wasser von unten aufsaugen lassen um Schimmel an der Oberfläche zu vermeiden.

Samen solltest du feucht halten

Keimtest im Eiswürfelbehälter

Keimtest im Eiswürfelbehälter

Samen zum Keimen zu bringen geht auf zwei Arten besonders gut.

Zum einen kannst du ein Stück Küchenpapier anfeuchten, es auf einen Teller legen, die Samen darauf und Klarsichtfolie darüber. Wenige Löcher in der Folie sorgen für einen geringen Luftaustausch und tragen dazu bei, dass das Küchenpapier konstant feucht bleibt, und die Samen nicht trocken liegen. Ca, alle 2 Tage etwas nachfeuchten. Ich mache es gerne in Eiswürfelbehälter, so kann ich einzelne Sorten voneinander separieren.

Besonders Capsicum Annuum kannst du besonders gut direkt in feuchter Erde aufziehen, da diese schnell keimen.

Keimlinge täglich überwachen

thumb_IMG_6172_1024

Chili Keimlinge in ihren Jiffy Töpfchen

Keimlinge stehen meist in kleinen Erdballen/Substratballen oder Töpfen mit wenig Volumen. Bei kleinen Töpfchen musst du besonders gut aufpassen, dass diese nicht austrocknen. In diesem Stadium hast du sie am besten in einem Mini-Gewächshaus (*Mini Gewächshaus*).

Dazu am besten Anzuchterde oder ein nährstoffarmes Substrat verwenden. Die Chilis bilden bei nährstoffreicher Erde schneller Wurzeln um an Nährstoffe zu kommen. Wachsen stabiler und können somit später auch mehr Nährstoffe aufnehmen bzw. schneller und größer wachsen.

Pflanzen jede 1-2 Tage gießen

Pflänzchen im Tontopf

Pflänzchen im Tontopf

Haben die Pflanzen erst einmal ihre ersten Blattpaare und sind pikiert (umgetopft und separiert), solltest du mindestens alle zwei Tage gießen. Vergisst du es mal, ist es auch nicht so schlimmt. In diesem Stadium sollten sie einen trockenen Tag gut überstehen können. Stehen deine Pflanzen an einem sehr warmen und sonnigen Ort (>25°C), musst du ggf. doch täglich zur Gießkanne greifen.

Chili vertrocknet / Lässt Blätter hängen

snip_20160516163115

Lässt die Pflanze ihre Blätter hängen, ist das ein erstes Zeichen für Wassermangel. Das schadet der Pflanze nicht sehr, jedoch solltest du ihr Wasser geben, wenn sie so aussieht, wie links im Bild. Sollte die Pflanze ihre Blätter trotz gießen und feuchter Erde hängen lassen, dann kann das folgende Ursachen haben:

  • Sie wurde gerade umgetopft (das reguliert sich dann meist von selbst  innerhalb einiger Stunden)
  • Sie hat zu viel Wasser bekommen (Staunässe)
  • Die Pflanze steht zu sonnig (das passiert meist nur bei jungen Pflanzen, die direkte Sonneneinstrahlung noch nicht lange ausgesetzt sind)
  • Schädlingsbefall (Sofort Wurzelballen von Erde befreien und neue Erde in den ausgewaschenen Topf)

Chilis haben gelbe Blätter – 5 schnelle Lösungen

Hallo zusammen,

image

heute habe ich bei meiner diesjährigen Chilizucht einen ersten Schrecken bekommen. Einige Pflanzen haben gelbe Blätter bekommen, andere sahen noch genauso saftig und grün aus, wie ich es erwartet habe. Die Gründe, weshalb die Blätter gelb werden sind vielseitig und genauso sind es die Behandlungsmethoden.

Schritt 1 meiner Ursachenforschung war, herauszufinden was ich anders gemacht habe bzw. wie sich die Umstände in den letzten 3 Tagen verändert haben.

Es war Wochenende und ich war die drei Tage unterwegs. Dementsprechend habe ich die Chilis ausgiebig gegossen. Gleichzeitig habe ich die Wohnung aufgrund der noch stark schwankenden Temperaturen unbelüftet gelassen. Bereits am Sonntag während der Heimfahrt habe ich befürchtet, dass die Pflanzen darunter leiden könnten. Als frischgebackener Chili-Papa macht man sich doch schnell zu viel sorgen. Jedoch habe ich nicht mit gelben Blättern, sondern mit schimmliger Erde gerechnet. Glücklicherweise war das nicht der Fall. Wieso also die gelben Blätter?

Ein paar Pflanzen hatte ich vergangenen Freitag frisch umgetopft. Diesen ging es jedoch gut bzw. nur eine davon hatte gelbe Blattspitzen. Also weitersuchen.

Duch eine Recherche im Internet bin ich schnell auf zwei potentielle Ursachen gestoßen:

  • Nährstoffmangel
  • Kalkhaltiges Wasser
  • Erde zu nass
  • Zu viel Sonne
  • Schädlingsbefall

Punkt 1 konnte ich schnell ausschließen, da die Pflänzchen in ziemlich frischer und qualitativ hochwertiger Tomaten-Erde (*LINK*) gepflanzt wurden.

Punkt 2 kam mir realistisch vor. Bereits vor 2 Jahren hatte ich bereits Problem mit stark kalkhaltigem Wasser. Das hat sich damals jedoch durch Kalkablagerungen in Wasserkocher, Dusche und Kaffeemaschine gezeigt. Mittlerweile vermeidet ein vorgeschalteter Entkalker eine zu starke Belastung. Es hat sich tatsächlich herausgestellt, dass dieser keine Salztabletten mehr hatte und dementsprechend die Arbeit verweigerte. Das kalkhaltige Wasser war somit ganz oben auf meiner Liste der Übeltäter.

Ich habe mir einen Entkalker (*LINK*) zugelegt und die Chilis nochmal ausgiebig gegossen. Das Resultat war bereits zwei Tage später sichtbar. Die Chilis haben sich erholt und die gelben Stellen sind langsam verschwunden.

Am besten gießt ihr eure Chili Pflanzen mit Regenwasser, dann kann euch das nicht passieren. Da ich erst letzte Woche das Ventil meiner Regentonne abgebrochen habe, musste ich auf Leitungswasser ausweichen.

Ist eurer Problem damit nicht behoben, versucht es mit eisen- und stickstoffreichem Dünger, vermeidet Staunässe (Töpfe mit Ablauf, weniger gießen oder Blähtonkügelchen in die Erde) und stellt die Pflanzen in den Halbschatten (Dadurch wachsen Sie etwas langsamer, sind jedoch vor zu starker Sonneneinstrahlung erst einmal geschützt). Auch wenn ihr augenscheinlich nichts erkennt, untersucht die Pflanze gründlich auf Schädlinge. Vergesst auch nicht einen Blick in die Erde bzw. auf die Wurzeln zu werfen!

Pflanzplan

Pflanzplan - Vom Keimling bis zur großen Pflanze

Chilis eignen sich hervorragend um sie im Blumentopf oder Pflanzenkübel anzubauen. Jedoch variiert der Platzbedarf nach Wachstumsphase sehr stark. Das muss geplant werden!

Ein guter Start:

Für Beginner, die das Hobby Chili Anbau ernst nehmen, empfehle ich die Aufzucht in Jiffy Torfquelltöpfen. Diese nehmen anfangs sehr wenig Platz weg und können später flexibel verteilt werden.

1 Keimling

platz

Der Platzbedarf für ein Torfquelltöpfen beträgt etwa 5cm x 5cm und ist somit sehr sparsam. Der einfachheitshalber empfehle ich einen Samen pro Töpfchen zu verwenden. Um das geeignete Wachtumsklima zu erzeugen, ab damit in ein Mini-Gewächshaus. Hier haben beispielsweise 15 Pflänzchen Platz. Gehen wir von Kolleteralschäden aus und davon, dass nur 10 bis zur Ernte überleben, ist das immernoch ein guter Ertrag.

 


 

15 Keimlinge in Jiffy Torfquelltöpfchen in einem Mini-Gewächshaus

Gut gefülltes Gewächshäuschen

15 Jiffy Töpfchen im Mini-Gewächshaus Plan

Gut gefülltes Gewächshäuschen

 

Sobald die Keimlinge groß genug sind entweder die Wurzeln aus dem Vlies der Jiffy-Töpfchen kämpfen oder die Pflänzchen an die Treibhausdecke stoßen und gegenseitig um das Licht streiten, sollten sie umgetopft bzw. pikiert werden. Kleine 0,5 Liter Blumentöpfe oder größere Jughurtbecher eignen sich nun gut. Die Pflanzen sollten nun nicht mehr dicht an dich stehen, sondern einen gewissen Abstand zueinander haben, damit die Sonne jedes Blatt erreichen kann.

 


 

15 Jungpflanzen in 0,5 Liter Töpfen

thumb_DSC_3652_1024


Freistehende Jungpflanzen Platzplan

 


 

Topfgröße

Pauschal kann man sagen: Je größer der Topf, desto größer wird die Chilipflanze.

Viele Chilipflanzen werden in der Natur gut und gerne bis zu 2m groß und größer. Im heimischen Gewächshaus erreichen sie nur selten eine solche Höhe. Oft liegt es jedoch nicht an falschen klimatischen Bedingungen, zu wenig Wasser oder zu wenig Licht. Meist steht einfach nicht genügend Platz für die Wurzeln der Pflanze zur Verfügung.

Da Faktoren wie Licht, Temperatur, Wasser und Nährstoffe eine große Rolle beim Wachstum der Pflanzen spielen, ist es schwer, dieses VErhalten objektiv nachzuvollziehen.

  1. Keimlinge vorerst in Jiffy-Töpfchen belassen
  2. Kleine Pflanzen ab 5-8cm in kleine Töpfchen mit 10cm Durchmesser umtopfen
  3. Ab einer Höhe von 20cm in einen größeren Topf umsetzen. Durchmesser ca. 20cm
  4. Vor allem Capsicum Annuum wachsen hoch und schnell. Diese benötigen bald einen Topf mit Fassungsvermnögen 10L und mehr. Kleinere Sorten wie Habaneros aus den Gattungen Capsicum Chinese oder Capsicum Baccatum benötigen weniger Platz und ein Top von 8-10 Liter ist für die ausgewachsene Pflanze meist ausreichend.

 

Um dies zu testen werde ich bei meiner Chili Zucht 2016 wie folgt vorgehen:

  • Alle Samen werden gleichzeitig eingepflanz
  • Bis nach dem Pikieren bekommen alle Keimlinge exakt gleich viel Wasser
  • Um sicherzustellen dass alle gleichmäßig Sonne erhalten, stehen alle in einer Reihe nebeneinander vor einem großen Fenster.
  • Während die Pflanzen wachsen, werde ich nicht alle in größere Töpfe pflanzen, sondern jeweils ein paar Pflanzen in ihren kleineren Töpfen belassen.

Auswertung:

Sobald einige Chilis an den Pflanzen hängen, werden ich die Pflanzen aus den verschiedenen Töpfen vergleichen und festhalten, wie sich das Topfvolumen  auf den Ertrag (Anzahl der Chilis) und auf die Höhe und Breite der Pflanze auswirkt.

Bewertungskriterien:

  • Ertrag (Anzahl der Schoten)
  • Höhe (in cm)
  • Breite bzw. Durchmesser (in cm)
  • Aussehen der Pflanze (Stabilität, Farbe, ...)

Ein Update und erste Bilder folgen nächsten Monat  (Juni 2016)

Erde Schimmelt. Was tun?

Schimmlige Erde ist der größte Feind von Jungpflanzen. Oft kommt der Schimmel über Nacht und macht sich durch eine weiße Schicht auf der Erde bemerkbar. Schnelles Handeln ist pflicht, denn Schimmel ist nicht nur unschön, sondern kann sich schnell ausbreiten und die gesamte Ernte zerstören. Auch ist Schimmelbefall bei Zimmerpflanzen auch für die Gesundheit der Menschen bedenklich.

Grundsätzlich gilt: Erde austauschen!


Problem: Feuchtigkeit

Besonders oft tritt Schimmelbefall bei Zimmerpflanzen auf. Meist liegt es daran, dass die Topfpflanzen zu viel gegossen werden oder diese über keinen Wasserablauf verfügen.
Lösung:

  • Weniger gießen.
  • Lass die Erde gerne etwas trocken werden. Auch wenn die Pflanzen erst wenige Centimeter groß sind, wird es sie nicht umbringen. Spätestens wenn sie die Blätter hängen lassen solltest du zum Wasser greifen.
  • Sorge zudem für eine durchlässige Erde indem du diese auflockerst und ggf. etwas Blähton oder Sand hinzugibst.
  • Der Topf sollte über einen Ablauf verfügen. Achte auch darauf, dass dieser nicht verstopft ist. Dazu eignet es sich, diesen mit einer Tonscherbe abzudecken.
  • Halte die Luftfeuchtigkeit unter 50%.

*Link*

Um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren eignet sich ein Thermometer + Hygrometer. Besonders interessant wird ein solches Messgerät in den jungen Phasen der Aufzucht. Dann, wenn ein konstantes Klima (Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit) herrschen sollte. Stellst du dieses Gerät in dein Gewächshaus oder nahe zu deinen Pflanzen kannst du zumindest nachvollziehen, woran es mangelt.

 

 

Thermohygrometer


Problem: Minderwertige Erde

Qualitativ minderwertige Erde aus dem Baumarkt kann von Grund auf durch Schimmelbefall belastet sein. Auch die Lagerung deiner Erde sollte in den Original Gebinden erfolgen. Diese Plastiktüten sind am oberen und unteren Ende leicht perforiert, und sind somit luftdurchlässig. Ich habe oft gesehen, dass Erde in großen Plastikboxen gelagert wird, da diese handlicher sind. Wenn man so etwas macht, sollte man diese innerhalb weniger Tage verbrauchen oder dafür sorgen, dass die Boxen Lüftungsschlitze haben.
Lösung:

  1. Nehme die Pflanze aus dem Blumentopf
  2. Reinige den Blumentopf gründlich mit heißen Wasser und einer groben Bürste. Der Topf muss unbedingt frei von Schimmelspuren sein.
  3. Entferne so viel Erde wie möglich vom Wurzelballen der Pflanze
  4. Fülle den gereinigten Topf mit frischer und qualitativ hochwertiger Erde (*Tomatenerde*) auf und setze die Pflanze hinein. Achte darauf nicht allzu viel Wurzeln zu beschädigen.

Problem: Leichter Schimmel an der Oberfläche

Grundsätzlich ist immer dazu zu raten, die gesamte Erde auszutauschen. Geringem Schimmelbefall ist jedoch oft mit drei einfachen Tricks Herr zu werden.

Lösung:

  1. Oberste Erdschicht abtragen
  2. Erde mit Sand bestreuen
  3. Weniger gießen

Auch sollte Pflanzenreste auf der Erdoberfläche immer entfernt werden. Hältst du all diese Tipps ein, solltest du kein Problem mit Schimmelbefall deiner Pflanzen haben!

Anzuchtset

Zum Aufziehen von Chili Pflanzen gibt es vielfältige Hilfsmittel. Für mich haben sich Jiffy Töpfchen und Mini Gewächshäuser bewährt. Bei den Jiffy Töpfen sollte man nicht sparen. Es kommt öfters vor, dass Samen nicht keimen. Dementsprechend würde ich lieber zu viel als zu wenig Töpfen pflanzen. Um die anspurchsvollen Erwartungen von Chilipflanzen zu erfüllen (Wärme und Licht) eignen sich kleine Gewächshäuser gut. Die direkte Aussaat in die Natur kann dazu führen, dass die Sonne den kleinen Pflänzen zu sehr zusetzt oder dass niedrige Temperaturen das Wachstum behindern. Ein Gewächshaus verhinder beides und durch die Lüftungsschlitze ist bei konstanter Luftfeuchtigkeit auch ein geregelter Luftaustausch gesichert.

 

Pro Jiffy Töpfen sähe ich meist 2-3 Samen.Sollte ich nach 1-3 Wochen sehen, dass sich mehr als eine Pflanze in einem Jiffy Töppfchen entwickelt, entferne ich die überschüssigen. Gerne kannst du jedoch versuchen diese zu piekieren und einzeln einzupflanzen. Wenn ich wenig Samen gestreut habe bzw. nur eine begrenzte Anzahl an Samen zur Verfügung habe, gehe ich auch so vor. Beim Pflanzen von unterschiedlichen Sorten rate ich unbedingt akribisch festzuhalten was wo wächst. Selbst wenn es einwandfrei erkennbar ist, kann es in Zeiten des Wachstums oder der Blüte zu Verwirrung kommen. Gehe auf Nummer sicher und beschrifte deine Pflanzen!

100 Jiffy Töpfchen

Gewächshaus mit zwei Lüftungsschieberegler

100 Pflanzenetiketten

Chili Samen

chili samen

Chili-Erde

Bei der Wahl der richtigen Chili-Erde muss grundsätzlich zwischen der Anzuchterde und der Erde nach dem Pikieren unterschieden werden. Als Anzuchterde eignet sich eine nährstoffarme Erde. Nach dem Pikieren, wenn die Pflanze ihre Blätter entwickelt und schnell wächst, benötigt sie Nährstoffe und dementsprechend eine fruchtbarere Erde.

Als Anzuchterde würde ich eine torfhaltige nährstoffarme Erde empfehlen. Jiffy Torfquelltöpfchen eignen sich hierfür gut (*Link*). Diese Töpfen quellen nach der Zugabe von Wasser auf und bieten den Keimlingen ausreichend Schutz. Ein Video zu den Jiffy Töpfchen findest du hier.  Sobald die Keimlinge ihre Köpfen aus dem Substrat stecken und die ersten zwei Blattpaare sichtbar sind, kann pikiert werden. D.h. die Sätzlinge voneinander trennen und aussetzen. Nun müssen die Pflanzen wachsen und benötigen ausreichend Nährstoffe. Diese bekommen sie durch beispielsweise Tomatenerde (*Tomatenerde*). In günstiger Erde aus dem Baumarkt wächst Chili auch. Allerdings kann dadurch der Ertrag variieren oder der Pflegeaufwand steigen. Gerne mag die Chili einen heterogenen Boden, der nicht allzu fest bzw. zu fein ist. Die kann beispielsweise durch den  Zusatz von Blähton erreicht werden. Erde aus dem Baumarkt kann (eher in seltenen Fällen) Schädlingsbefall aufweisen. Ist es dir schon einmal aufgefallen wie unglaublich Schwer die Säcke sind? Das liegt hauptsächlich am Wassergehalt. Feuchte Erde ist ein guter Nährboden für Schädlinge und besonders bei der falschen Lagerung (zu warm oder bei beschädigten Säcken) kann es zu Befall kommen. Im Optimalfall beträgt der pH-Wert des Substrats bei circa 6,5.

Junge Chilipflanze mit Erde

Junge Chilipflanze mit Erde

Nach dem Umtopfen haben die Pflanzen meist genug Nährstoffe. Erst nach einiger Zeit ist eine Düngung sinnvoll. Dazu einfach Tomatendünger nutzen (*Tomatendünger*)